Was keiner machen will…

… aber gemacht werden werden muss.
Dafür lässt sich selten schnell jemand finden. Und wenn man dann doch, wenn auch per Zufall, irgendwann einmal das passende Subjekt für den Auftrag gefunden hat, lässt man es so schnell nicht mehr von der Leine.

Filmemacher. Wie DJs oder generell Künstler und Politiker. Eine Spezies für sich. Zu einem bestimmen Thema muss das passende Setting, die Geschichte und die darstellenden Akteure gefunden werden. Ist das erstmal geschafft, ist eine Hürde schonmal genommen. Danach kommen dann die Ideen. Die wachsen wie Geschwüre im Hirn, gedeihen, bekommen Ableger, die widerrum zu neuen Hirngespinsten wachsen.

Produktionsleiter haben nur eine Aufgabe: Umsetzung. Alles. Am besten sofort. Und kostenlos. Um die geeigneten Locations zu finden gibt es dann noch die Scouts. Die tingeln den ganzen Tag durch’s Land, und suchen Plätze, die mit “Aha, hier is’ schön” klassifiziert werden können. Diese Locations wandern dann in ein Auswahlverfahren, in dem entschieden wird, hier drehen wir, oder halt auch nicht.
Wenn Filme mit Kindern gedreht werden, gibt es die ein oder andere Schwierigkeit mehr zu meistern. Zum Beispiel wenn man des nächtens drehen möchte. Da das deutsche Recht nicht gerne sieht, wenn Kinder spät nachts noch arbeiten, ist es also recht schwierig, Nachtszenen auch in der Nacht zu drehen..
Es gibt in Recklinghausen eine Justizvollzugsanstalt. Nur eine Zweiganstalt der “Krümmede”, trotzdem eine JVA. Die ist aber baufällig und steht dementsprechend leer.

Fügen wir dann die Puzzleteile doch zusammen:

  • Eine Konstruktion die niemand bauen will, weil es sich keiner zutraut.
  • Ein Filmset mit einer Nachtszene, sowie Kindern die aber bei Tag gedreht werden muss.
  • Eine leerstehende JVA in Recklinghausen

Im Klartext: Für einen deutschen Film mit (Kinder-)Darstellern (u.a. Nora Tschirner und Axel Stein) bauen wir in der Nacht von Montag auf Dienstag auf dem Dach der ehemaligen Zweiganstalt Recklinghausen (ja, richtig, AUF dem Dach der JVA) eine sogenannte “Blackbox”, die es dem Filmteam ermöglicht, Nachtszenen bei Tageslicht zu drehen. Das ist im Prinzip nichts anderes als, einfach gesagt, ein Gerüst mit schwarzem Stoff rundherum blickdicht abgehangen. Und sobald diese Nachtszenen auf dem Dach der JVA im Kasten sind, wird alles wieder abgerissen, damit die Herrschaften schnell weiterdrehen können.
Der Film hat übrigens ein Budget von circa 5 Millionen Euro.

Das wird eine abenteuerliche Geschichte, aber es wird mit Sicherheit sau viel Spaß machen.
Egal was, Wolff macht’s!

PS: Am Wochenende davor (also dem kommenden) touren wir mit einem 7,5t LKW durch die Weltgeschichte und bauen gefühlte 23 Veranstaltungen inklusive Betreuung.
Freunde, das ist Arbeit!

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